Winter 1932. Der bekannte Liturgiewissenschaftler Pius Parsch, dem wir mitunter unsere heutigen Gottesdienstformen wesentlich mit zu verdanken haben, schreibt in seinem Buch Adventabend über den Brauch der Roraten:

Die Rorate-Messe ist noch ein Stück liturgisches Erbgut … Sie ist eine Votiv-Messe zu Ehren der Gottesmutter im Advent… Maria zeigt sich als Führerin durch den Advent zum Weihnachtsfest. So ziehen die Leute mit der Laterne in der Hand durch Schnee, Kälte und Finsternis zum hellerleuchteten Gotteshaus, wo der Priester im weißen Festkleid zum hl. Opfer erscheint. Kultivieren wir gerade im Advent den Kirchgang; es ist jetzt ein bewusstes Entgegengehen aus der Nacht des Unerlöstseins zum Weihnachtslicht.“

Freilich mag die Sprache und manche Sichtweise damals anders gewesen sein, aber das Gefühl und die Art wie wir Rorate feiern, hat sich interessanterweise trotz aller Veränderung erhalten. Es scheint, als sei die Roratefeier in der DNA vieler Tiroler fest verankert. Vielleicht möchtest auch du auf Erbgutforschung gehen und unser vielfach unerlöstes Leben mitten in der Nacht Gott anvertrauen.

In den Roraten oder auch Adventämtern:  

Schönberg Dienstag 5:45 Uhr (15.12.2020, 22.12.2020) 

Telfes Mittwoch 5:45 Uhr (16.12.2020, 23.12.2020); Freitag 5:45 Uhr als Wortgottesfeier (18.12.2020)

Mieders Donnerstag 5:45 Uhr (17.12.2020)

Fulpmes Freitag 5:45 Uhr (18.12.2020); Sonntag 20.12.2020 7:00 Uhr; Dienstag 22.12.2020 7:00 Uhr als Wortgottesfeier; Donnerstag 24.12.2020 7:00 Uhr 

Neustift Freitag 5:45 Uhr (18.12.2020); Donnerstag 24.12.2020 5:45 Uhr 

 

Aktuelles aus den Pfarren im Stubaital

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Dezember 15, 2020

Rorate

in Aktuelles im Stubai

by Michael Brugger

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