500 Jahre Reformation - Zersplitterung oder Aufbruch?

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Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

 

Es heißt nicht eine römische, noch nürnbergische oder wittenbergische Kirche, sondern eine christliche Kirche, wohin denn alle gehören, die an Christus glauben.

Martin Luther

 

Wir Menschen können nur bestehen, wenn wir einander die Hände reichen

Papst Johannes XXIII.

 

Der Weg zur Einheit zwischen verschiedenen christlichen Bekenntnissen ist Liebe, die leider auf beiden Seiten so wenig geübt wird.

Papst Johannes XXIII.

 

Die Einheit der Christen ist zugleich Zeichen und Werkzeug für die Einheit der Menschheit.

Dekret "Unitatis Redintegratio" über den Ökumenismus von Papst Paul VI. 1964

 

Die katholische Theologie des 20. Jahrhunderts sieht Luther nicht mehr als Ketzer oder kirchlichen Revolutionär, sondern als den Gottsucher, der in den Wirren der Zeit versuchte, den Menschen Gott näher zu bringen. Luther ist, das hat auch der theologische Dialog in den letzten 50 Jahren gezeigt, ein wirkmächtiger Zeuge Jesu Christi.

Wolfgang Thönissen, katholischer Professor für ökumenische Theologie und Leiter des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn

 

Während wir eine tiefe Dankbarkeit empfinden für die geistlichen und theologischen Gaben, die wir durch die Reformation empfangen haben, bekennen und beklagen wir vor Christus zugleich, dass Lutheraner und Katholiken die sichtbare Einheit der Kirche verwundet haben.

Aus: Gemeinsame Erklärung anlässlich des gemeinsamen katholisch-lutherischen Reformationsgedenkens, am 31. Oktober 2016 unterzeichnet u.a. von Papst Franziskus

 

Lutheraner und Katholiken erfreuen sich heute eines wachsenden Verständnisses füreinander, intensiverer Zusammenarbeit und größeren gegenseitigen Respekts. Sie sind zu der Erkenntnis gelangt, dass es mehr gibt, das sie eint, als das sie trennt: Über allem steht der gemeinsame Glaube an den dreieinigen Gott und seine Offenbarung in Jesus Christus wie auch die Anerkennung der Grundwahrheiten der Rechtfertigungslehre.

 

Aus: Vom Konflikt zur Gemeinschaft. Gemeinsames lutherisch-katholisches Reformationsgedenken im Jahr 2017. Bericht der Lutherisch / Römisch-katholischen Kommission für die Einheit, 2013.

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