Kommt her folgt mir nach!

Ich werde Euch zu Menschenfischern machen
 
(Mk 1, 16)
 
fischernetz
 

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus

(Mk 1, 14-20: Evangelium vom 3. Sonntag B)

Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte,
ging Jesus wieder nach Galiläa;
er verkündete das Evangelium Gottes und sprach:

Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.
Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!

Als Jesus am See von Galiläa entlangging,
sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
die auf dem See ihr Netz auswarfen;
sie waren nämlich Fischer.

Da sagte er zu ihnen:
Kommt her, folgt mir nach!
 
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.
Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus,
und seinen Bruder Johannes;
sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
Sofort rief er sie,
und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern
im Boot zurück und folgten Jesus nach.
 
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus
 
 
 
 
 
berufung1
 
Bild: Berufung der Jünger (Notre Dame) www.pixelio.de

Besinnliches...

 

Um Gottes Willen...

Im heutigen (nebenstehenden) Evangelium hören wir, wie Christus seine Jünger beruft. Alles sollen sie liegen und stehen lassen und ihm nachfolgen. Auch in der Lesung mahnt er ein, dass wir in der Welt nicht aufgehen sollen, sondern sein Reich im Blick haben sollen. (1 Kor 7, 29-31) 

Das fällt nicht leicht – nur sein Reich im Blick zu haben, nur ihm zu vertrauen, ihm alles zuzutrauen, nicht an seiner Macht zu zweifeln. Doch er lädt uns dazu ein. Deutlich machen kann das vielleicht folgende Legende:

Als Christus zum Himmel aufgefahren war, fragten ihn die Engel, wie es denn nun mit seinem Reich auf der Erde weitergehen solle."Ich habe doch meine Jünger auf Erden", antwortete Christus. Aber die Engel sahen, wie unbedeutend, wie schwach und verzagt die Jünger waren, und fragten erschrocken: "Herr, hast du denn wirklich keinen anderen, keinen besseren Plan?" Und Christus entgegnete: "Nein - einen anderen Plan habe ich nicht."

Ja, dich will Christus – mit deinen Fehlern und Schwächen – dich ruft er – wie die Fischer. Dich, weil Christus keine Macher und Produzenten, Kräftige und Mächtige – sondern Glaubende sucht und das wollen wir doch wohl

meint Euer Pfarrkurator Michael

 

Himmel und Hölle

auch in unserer Hand?

Ein fragender und zweifelnder Mann bat Gott einmal im Traum darum, den Himmel und die Hölle sehen zu dürfen. Gott erlaubte es ihm und gab ihm Petrus als Führer mit. Petrus führte den Zweifler zuerst in einen großen Raum, in dessen Mitte auf einem Feuer ein Topf mit einem köstlichen Gericht stand. Rundherum saßen Leute mit langen Löffeln und versuchten aus dem Topf zu schöpfen.

Aber die Leute sahen blass, mager und elend aus. Denn die Stiele ihrer Löffel waren viel zu lang, so dass sie das herrliche Essen nicht in den Mund bekamen. Als die beiden Besucher wieder draußen waren, fragte der Zweifler Petrus, welch ein seltsamer Ort das gewesen sei. Es war die Hölle!

Darauf führte ihn Petrus in einen zweiten Raum, der genau so aussah wie der erste. In der Mitte des Raumes brannte ein Feuer und kochte ein köstliches Essen. Leute saßen ringsherum mit langen Löffeln in der Hand.

Aber sie waren alle gut genährt, gesund und glücklich. Sie versuchten nicht , sich selbst zu füttern, sondern sie benutzten die langen Löffel, um sich gegenseitig zu essen zu geben. Dieser Raum war der Himmel.